Erstellt am 13. Februar 2013, 08:27

Jausengegner waren einmal. Michael Pinter über Testspielgegner aus der 2. Klasse Nord.

Es gibt drei Wege, wie man eine Vorbereitung bezüglich Testspielen plant. Entweder man sucht sich schwere Gegner aus höheren Ligen, um die Mannschaft zu fordern, oder man wählt vermeintlich leichte, um das Selbstvertrauen zu steigern und die Möglichkeit zu haben, das eine oder andere taktische Experiment durchzuführen. Die dritte Variante ist schließlich eine Mischung aus Weg eins und zwei.

Jene Teams, die sich für die zweite Möglichkeit entscheiden, suchen sich ihre Gegner vermehrt in der 2. Klasse, die ja immerhin die letzte Spielklasse des Landes darstellt und somit naturgemäß die leichtesten Gegner beherbergt. Das Niveau der 2. Klassen, besonders jenes der Nord, erlebte zuletzt allerdings einen merkbaren Aufschwung.

Testspielgegner aus der „Schutzgruppe“ sind keine Jausengegner mehr, über die man im Vorbeifahren „drüberfährt“. Es braucht schon eine konzentrierte Leistung, um siegreich zu bleiben. Das zeigen auch die letzten Resultate, als etwa Donnerskirchen dem SC Trausdorf lange Zeit Paroli bot und Hornstein gegen Rohrbach remisierte. Natürlich streuen auch in der 2. Klasse Nord die Leistungen der Teams, doch das Gros der Vereine ist im Vergleich zu höherklassigen Teams mittlerweile absolut konkurrenzfähig – was unserem Amateurfußball nur gut tun kann.