Erstellt am 02. Oktober 2013, 09:21

Jeder Vierte pfeift auf die Zukunft. Werner Müllner über die magere Wahlbeteiligung im Bezirk.

Hundertmal wurden die Ergebnislisten der Wahl vom vergangenen Sonntag hin- und hergeblättert. Zahlen kontrolliert, Daten verglichen, aber das Ergebnis bleibt gleich erschütternd.

Egal, wie die Prozentzahlen von SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grünen und, wie sie alle heißen, aussehen, die erschreckendste Zahl auf den Listen ist die Wahlbeteiligung.

Rund ein Viertel der (angeblich) Wahlmündigen im Bezirk fand es für nicht notwendig, zur Wahl zu gehen. Was gab es am vergangenen Sonntag Wichtigeres zu tun, als über die Zukunft Österreichs abzustimmen? Das Schnitzel war bis zum Wahlschluss um 16 Uhr sicherlich schon gegessen, Grand Prix war auch keiner im Fernsehen, und zum Rasenmähen war das Wetter zu schlecht.

Aber jedem Vierten war es trotzdem zu anstrengend oder zu unwichtig zu wählen – sie haben selbst nicht entschieden, jetzt haben es andere für sie getan.

Und ob diese Nichtwähler mit ihrer Form des Protests wirklich das bekommen haben, was sie erreichen wollten, sei dahingestellt.