Erstellt am 06. August 2014, 05:01

von Werner Müllner

Ohne Schranken geht es nicht. Werner Müllner über notwendige Maßnahmen.

So regelmäßig, wie die Züge über die 6,7 Kilometer lange Zugstrecke durch Eisenstadt brausen, so regelmäßig kommt auch die Debatte über die Notwendigkeit von Schranken bei den Bahnübergängen. Besonders intensiv debattiert wird immer dann, wenn es in Eisenstadt – so wie vergangene Woche – einen Toten auf den Bahngleisen gegeben hat.

Ein Trausdorfer Arbeiter fuhr in den frühen Morgenstunden auf die Gleise, wurde vom Zug erfasst und verstarb noch an der Unfallstelle. Eisenstadts Bürgermeister Thomas Steiner verlangt nun von der Eisenbahnbehörde, dass die verbleibenden zwei unbeschrankten Bahnübergänge in Eisenstadt gesichert werden.

Der Stadt sei es bewusst, dass dies Geld kosten wird. „Wir müssen in diesem Fall mehr auf die Sicherheit als auf’s Geld schauen“, erklärt Steiner.

Für den verunglückten Trausdorfer kommt das zu spät. Auch über einen Schranken bei der S31-Auffahrt diskutierten die Behörden jahrelang. Als es wieder einen Toten gab, war man sich schnell einig. Daraus hat man sicher die Lehre gezogen, dass Schranken notwendig sind – und zwar schneller als der Behördenweg.