Erstellt am 20. August 2014, 09:22

von Werner Müllner

Reinen Wein einschenken. Werner Müllner über die Kosten der Wein- und Genusstage.

Normalerweise kommt man sich bei einem Achterl näher. Doch je mehr Eisenstadts Politiker zurzeit über Wein, genauer gesagt die Weintage, reden, um so mehr trennen sich ihre Wege.

Passend zur Eröffnung der „Wein- und Genusstage“ legt FPÖ-Stadtparteiobmann Géza Molnár jene Summen auf den Tisch, die die Stadt Eisenstadt zu den Genusstagen zuschießen muss: rund 12.000 Euro für jeden der fünf Veranstaltungstage. Summa summarum 60.000 Euro. Das sind nicht die Gesamtkosten für die Veranstaltung, sondern lediglich der Zuschuss der Stadt zu dem Event.

Weiters kritisieren FPÖ und SPÖ die Tatsache, dass die Organisation und Durchführung des Festes durch den „Verein zur Förderung von Kultur, Tourismus und Wirtschaft“ ohne Ausschreibung an die Eventagentur von Josef Weidinger, der auch ÖVP-Gemeinderat ist, vergeben wird. Als einen Ansatz zur Lösung der Misere schlagen die Oppositionspolitiker vor, dass in Zukunft nicht mehr der Verein, sondern die Gemeinde als Veranstalter auftritt. Billiger würde das Fest dadurch wohl nicht werden, aber die Abwicklung etwas transparenter.