Erstellt am 12. Juni 2013, 00:00

KOMMENTAR. Es geht „auch“ um Punkte

Die nackten Zahlen sind wieder mal bedenklich. Das Rechenbeispiel 17 plus 8 plus 23 widerspiegelt die Tabellensituation der drei Akademie-Teams wider. Letzter, Letzter, Vorletzter – so die Klassierung nach den Altersklassen U15 bis U18. Harschen Kritikern der Fußballakademie werden die Argumente, dass die individuelle Förderung der Talente klar im Vordergrund der Ausbildung stehen muss, bereits auswendig aufsagen können.

Klar, die Bedingungen in der modernsten Akademie Österreichs sind einzigartig. Sind es die Betreuer aber auch? Auf Augenhöhe zu agieren und ständig mit null Punkten nach Hause zu kommen – das muss man einem Talent erst einmal erklären. Die technisch-taktische Schulung muss als Grundwissen angenommen werden, Laufwege und Tricks trainieren alle anderen auch. Was fehlt, sind Winner-Typen.

Burschen, die Rotz und Wasser weinen, wenn sie verlieren. Diese Charisma-Schulung, das Einimpfen von Tugenden, die Sieger ausmachen, beginnt bereits im Trainingsalltag. Es muss irgendwann um etwas gehen – das ist das Feine beim Fußball.

Sogar beim sommerlichen Badkickerl spielt man um die Getränke. Soll heißen: Die Weiterentwicklung muss sich auch an Ergebnissen orientieren.