Erstellt am 05. Dezember 2012, 00:00

KOMMENTAR. Die Stecknadel der Innenstadt

Ein altes Sprichwort heißt: Wie man in den Wald hineinschreit, so tönt es zurück. Im Fall der Eisenstädter Geco-Bar hat dabei so ziemlich jeder Involvierte irgendwann mal selbst lautstark in den Wald gerufen – und das mal ganz abgesehen von den Jugendlichen, die am Wochenende in dem Bereich unterwegs sind. Am Ende fühlte sich jeder Einzelne, egal ob Betreiber, Anrainer oder Magistrat, zumindest für dumm verkauft, wenn nicht sogar gemobbt. Fest steht: Der Magistrat hat festgestellt, dass der Betreiber die Auflagen mehr als ausgereizt hat.

Eisenstadt hat damit ein gut gehendes Lokal weniger, dem vor allem die Jugendlichen nachtrauern werden. Deren Fernbleiben wird auch einigen anderen ein Geschäft kosten – vom Kebap-Stand über die Trafik bis zum McDonald’s und den Taxiunternehmen. Denn nach dem Aus des Jugendlokals Mendez sowie des Rickys wird’s vor allem für Jüngere in der Innenstadt mehr als finster. Doch unterm Strich steht: Auflagen sind eben Auflagen, die muss ein Lokalbetreiber akzeptieren –  genauso wie einige Bewohner der Innenstadt, dass man eben nicht immer die Stecknadel fallen hören kann.