Erstellt am 26. September 2012, 00:00

KOMMENTAR. Dilber-Truppe als Überraschung

Zu beneiden war und ist er immer noch nicht. Die Rede ist von Steinbrunns Trainer Zdravko Dilber. In der Vorbereitung zur Saison konnte er lediglich einen Mini-Kader trainieren. Sogar eine Testpartie musste aus Personalmangel abgesagt werden.
In den vier Augustpartien wurde lediglich ein Unentschieden eingefahren. Die Wende kam mit dem 1:0-Derbysieg gegen Nachbar Neufeld. Danach folgte ein Remis in Tadten, die Topsensation mit dem 3:2-Erfolg gegen Sankt Georgen und nun ein fulminanter 4:1-Auswärtserfolg in Halbturn.

Trotz aller Unkenrufe hat sich der ASV Steinbrunn wieder erfangen und darf auf ein Dauerticket im gesicherten Mittelfeld hoffen. Was hat diese Trendwende zum Positiven verursacht? Bei maximal elf volltauglichen Akteuren (manchmal wegen Sperren und Verletzungen auch weniger) wächst schnell eine eingeschworene Gemeinschaft zusammen. Trainer Dilber versteht es, mit einem der Truppe angepassten taktischen Konzept zu agieren. Goalie, Libero, Außenpracker, zwei Defensive, Dreiermittelfeld und Sturm, aus – basta. Die Aufgaben sind klar verteilt und für alle Spieler durchschaubar.
Auch wenn so mancher Fußballexperte den ASV-Spielstil als unmodern empfindet – zurzeit ist er erfolgreich. Und Kämpfer sieht man in der Arena außerdem lieber als Primgeiger.