Erstellt am 25. April 2012, 07:52

Männer regeln das anders. WERNER MÜLLNER über das ewige Thema Landestankstelle

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Üblicherweise würde man sagen: „Es geht um den Kaiser seinen Bart“. Im Fall der „Landes-“Tankstelle muss man sagen: „Es geht um des Bürgermeisters Bart“. Weder Günter Kovacs (SPÖ) noch Thomas Steiner (ÖVP) tragen Bart – aber, beide möchten bei der Gemeinderatswahl im Oktober Bürgermeister werden. Und so muss – neben anderen Scharmützeln wie dem geplanten Fußballplatz oder dem Jugendzentrumsersatz E-Cube – eben die Landestankstelle als politischer Spielplatz herhalten (Seite 14). Wäre diese Wahl nicht, wäre die Landestankstelle – die von einem Privatunternehmen betrieben werden wird – längst eröffnet.

Einen Vertrag hat Bürgermeister Steiner nach langem Überlegen unterschrieben, einen weiteren hat das Land vorgelegt. Wer traut sich wetten, dass diese Unterschrift nicht das Ende des Tankstellen-Hick-Hacks bedeutet? Wenn es den Beteiligten – egal welcher Farbe – wirklich darum gehen würde, dass die Bürger durch die Tankstelle einen Vorteil haben, hätten sie schon längst das Gespräch gesucht und die Diskrepanzen wie Männer geregelt. Dasselbe gilt für den Fußballplatz, E-Cube und für alle Projekte, die noch anstehen.