Erstellt am 12. Dezember 2012, 08:45

Misthaufen vor dem Rathaus. WERNER MÜLLNER über Internetprotest der Jugend.

Eisenstadt wird oft vorgeworfen, dass es altmodisch sei. Doch Eisenstadt ist sogar so modern, dass es kürzlich einen „shitstorm“ erleben durfte. Was das ist? Früher hätte man gesagt, eine Fuhre Mist wurde vor die Tür gekippt. Kürzlich sperrte ein Lokal. Als Grund wurden die Gemeinde-Auflagen genannt. Auflagen, die für alle Lokale gelten und (hoffentlich) auch erfüllt werden. Die Schließung löste im Internet eine Welle der Empörung aus. Ein Posting erreichte sogar mehrere hundert „likes“.
Der Tenor der Einträge: Eisenstadt bietet nichts für die Jugend, es gibt keine Lokale, es gibt keine Konzerte, … Alles keine Kernaufgaben für Gemeinden, aber alles Dinge, die man der Gemeinde vorwerfen kann. Wie so oft wird auch in diesem Fall die Wahrheit in der Mitte liegen. Für die Freizeitgestaltung von Jugendlichen könnte man in Eisenstadt sicherlich noch einiges tun, aber dafür kann nicht (nur) die Gemeinde zuständig sein. Das persönliche Gespräche suchen, Ideen präsentieren, wäre sicherlich effektiver, als im Internet zu posten.
Eine Fuhre Mist abladen, ist aber definitiv einfacher.