Erstellt am 15. Juli 2015, 06:36

von Werner Müllner

Mit den Festivals geht es zu Ende. Werner Müllner über Kultur als Tourismusmagnet.

Als sich Mörbisch vor zwei Jahren von Harald Serafin trennte und als vor einem Jahr die Finanzprobleme der Opernfestspiele laut wurden, waren sich die Miesepeter einig: „Mit den Festivals geht's zu Ende.“ Und mit den Shows sah man auch die Region sterben.

Doch wer heuer in Mörbisch eine „Nacht in Venedig“ genossen hat und/oder Tosca und ihre Männer in St. Margarethen sterben sah, der muss bestätigen, dass der Volksmund – Gott sei Dank – nicht immer recht hat.



Im Steinbruch steht ein Bühnenbild, das seinesgleichen in ganz Europa sucht, Dornhelms Einspielungen ergänzen gekonnt die Darbietungen der Sänger.

In Mörbisch wird die Strauss-Operette zu einer Revueshow, die auch in Las Vegas viel Applaus bekommen würde.

An den Spielabenden besuchen die beiden Festivals weit mehr als 10.000 Menschen! Die Show lebt. Doch wo sind die Tourismus-Initiativen, die die Kulturgäste auch zu Tagesgästen machen? Denn zwei Monate Wochenend-Theater auf höchstem Niveau wird die Tourismusregion nicht ewig durchfüttern.