Erstellt am 14. Oktober 2015, 04:52

von Werner Müllner

Nächster Halt: Bauhof Eisenstadt. Werner Müllner über eine Lösung in der Flüchtlingsfrage.

Montagnacht musste man erstmals das Eis von den Autoscheiben kratzen. Hätte man jene Männer, die in Zelten am Sportplatz der Polizei untergebracht sind, nach den Temperaturen gefragt, hätte man schon längst die Information gehabt, dass die Nächte eiskalt sind.

Doch damit ist jetzt Schluss. Dieser Tage übersiedeln die rund 170 Flüchtlinge von den Zelten in die Fahrzeughalle des neuen Eisenstädter Bauhofs. Den Fahrzeugen ist die Kälte im Freien egal, vielleicht wird das eine oder andere beim Starten beleidigt husten.

Den Verantwortlichen im Rathaus war die Kälte nicht egal. Die Fahrzeuge kommen raus, die Halle wird auf 20 Grad aufgeheizt, und wenn alles passt, kann sogar der Dusch- und WC-Container in der Halle aufgestellt werden.

Damit ist Schluss mit dem verfälschten Bild, dass es uns Österreichern egal ist, dass Menschen in Not – egal, bei welchem Wetter – in Zelten untergebracht werden. Bürgermeister Steiner hat seinen Vorsatz „Schauen, dass die Menschen hier leben können und schauen, dass die Eisenstädter damit leben können“ nun umgesetzt. Und das ist gut so.

BVZ.at hatte am Dienstag berichtet: