Erstellt am 25. November 2015, 05:58

von Bettina Eder

Naturliebe und Kontrollnatur. Bettina Eder über den Abriss des Baumhauses in Mörbisch.

Ohne Helm Fahrrad fahren, Wasser aus Bächen trinken, zu Fuß alleine bis vor die Schultür, Lagerfeuer machen und ein Baumhaus machen –  ja, als Kind der 80er Jahre kann man sich an so etwas noch erinnern.

Heute gibt‘s für die Kids da wesentlich mehr Vorschriften. Viele davon dienen natürlich der Sicherheit – andere sind da schon schwerer nachzuvollziehen. Wie im Fall der Mörbischer Kids, den die BVZ schon vergangene Woche an die Öffentlichkeit brachte.

Sie bauten im Naturschutzgebiet ein Baumhaus, wurden angezeigt und erhielten von der Behörde sogar eine Geldstrafe von 360 Euro (siehe auch die Links auf unsere BVZ-Artikel dazu unten).

Das Baumhaus ist mittlerweile weg, der Ärger und das Unverständnis vieler bleiben. Angezeigt hat den Fall ja ein „Kontrollorgan des Naturschutzes“. Da müsse man durchgreifen, weil der Hotter laut Bürgermeister „so ausschaut, dass einem graust“.

Dass der Naturschutz da ein Auge drauf hat, ist gut und im wahrsten Sinne in seiner Natur. Aber warum der Naturschutz gerade Kinder bestraft, die in der Natur spielen wollen, das ist, gelinde gesagt, skurril und nur schwer zu verstehen.

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