Erstellt am 21. November 2012, 09:04

Nicht verboten, aber schwierig. WERNER MÜLLNER über Mandate in Wulkproderdorf.

Das politische Erdbeben in Wulkaproderdorf ist verklungen, die SPÖ arbeitet an der Sanierung der entstandenen Schäden.
Ex-Bürgermeister Rudolf Haller (SPÖ), der seinen Posten an den ÖVPler Fritz Zaritis abgeben musste, zieht sich komplett aus der Politik zurück.
Neu im Wulkaprodersdorfer Gemeinderat ist für die SPÖ Ferdinand Wutschitz. Sein Beruf ist Amtmann in Wulkaprodersdorf.

Vom Gesetz her ist es völlig in Ordnung, dass ein Amtmann – also der Verwalter der Gemeinde – auch im Gemeinderat – dem „Auftraggeber“ für die Gemeinde – sitzt.
Das bedeutet, dass er am Abend beschließt, was er am Morgen zu tun hat. Was passiert, wenn jemand zum Amtmann kommt, um sich über den Bürgermeister zu beschweren? Natürlich wird Wutschitz als Amtmann loyal zu seinem Bürgermeister sein. Als SPÖ-Mandatar wird es schon schwerer sein, dem ÖVP-Bürgermeister immer die Stange zu halten.
Wie gesagt, diese Wulkaprodersdorfer Konstellation ist völlig in Ordnung, aber sicher nicht einfach.