Erstellt am 08. Februar 2012, 00:00

Operettendiven in Mörbisch. WERNER MÜLLNER über unnötigen Wirbel beim Mörbischer Bürgermeisterwechsel.

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In Mörbisch gibt es zwei große Männer, die sich schwer tun, die Bühne zu verlassen. Der eine ist Harald Serafin, der vor kurzem sein Fest zum Abschied hatte, der andere ist Bürgermeister Peter Vargyas (SPÖ). Er legte bei seinem Rücktritt eine Vollbremsung hin, weil ihm das „große Fest“ verwehrt worden sei.

SPÖ-Bezirksobmann Gerhard Steier präsentierte bereits Vargyas‘ Nachfolger Jürgen Marx. Wäre dieser nicht (demnächst) der jüngste Bürgermeister Österreichs, hätte wohl kaum jemand davon Notiz genommen. Aber so waren die Scheinwerfer auf die Mörbischer Nachwuchshoffnung gerichtet – und nicht auf den baldigen Altbürgermeister. Was wiederum – laut SPÖ-Insidern – dazu geführt hat, so zu agieren, dass die Showbühne wieder Vargyas gehört: Er legte sein Amt nicht zurück und maßregelte die SPÖ-Bezirksleitung, sie möge sich um ihren Kram kümmern… Schade. Harald Serafin und Peter Vargyas haben einiges in Mörbisch geleistet. Wären Sie bereit, ihren Mitspielern in den für sie unbedeutenden Nebenrollen Platz und Applaus zu lassen, hätten sie die Chance gehabt, in den Mörbischer Geschichtsbüchern nur lobend verewigt zu werden.

w.muellner@bvz.at