Erstellt am 20. März 2013, 00:00

Rotes Kreuz: traurig & schön. WERNER MÜLLNER über das Rote Kreuz und Geldsorgen Es wird sich nicht mehr lange halten – diese Woche ist Frühlingsbeginn und den Eisheiligen wird empfohlen, dort zu bleiben, wo sie sind.

Es wird sich nicht mehr lange halten diese Woche ist Frühlingsbeginn und den Eisheiligen wird empfohlen, dort zu bleiben, wo sie sind. Die Rede ist vom trüben, kalten, nassen Winterwetter. Als vergangene Woche erste Meldungen über hängen gebliebene Autofahrer auf ungarischen Autobahnen übers Radio verkündet wurden, dachte man sich nicht viel dabei. Ein paar Stunden stehen, der Schneepflug kommt und alles ist vorbei. So war es aber nicht. Manche Autofahrer waren über 48 Stunden bei eisigen Temperaturen gefangen. Als man in Ungarn nicht mehr vor und zurück wusste, wurde das heimische Rote Kreuz um Hilfe gebeten. Innerhalb weniger Stunden stand das Rote Kreuz vor Ort und versorgte 800 Personen mit Essen, Tee und Decken, 17-mal wurde medizinische Hilfe geleistet.

Schön ist, dass das Rote Kreuz vor wenigen Tagen beim Wettbewerb „Sicherheitspreis“ in der Kategorie „Sicherheitsprojekt“ ausgezeichnet wurde (Seite 4). Traurig ist aber, dass das Rote Kreuz auch jene Organisation ist, die um jeden Euro betteln gehen muss, um den Betrieb aufrecht erhalten zu können.