Erstellt am 10. Februar 2016, 03:58

von Martin Plattensteiner

Sparefrohs zieht es in den Osten. Martin Plattensteiner über einen Kunstrasen-Preisvergleich.

In Zeiten der Globalisierung und der offenen Grenzen ist vieles möglich, das einst niemals vorstellbar war. Der Eiserne Vorhang trennte Welten, obwohl unsere ungarischen Nachbarn einen sogenannten „Gulasch-Kommunismus“ hegten. Die EU macht(e) es mittlerweile möglich. Der Personen- und Dienstleistungsverkehr ist super-salonfähig geworden.

In Mode kommt nun die Tatsache, dass immer mehr Vereine aus der Grenzregion (und man kann getrost das ganze Burgenland dazu zählen) mit ihren Testspielen nach Ungarn ausweichen. In Mosonmagyarovar (nur wenige Autobahnkilometer nach der Grenze) befindet sich beispielsweise eine Kunstrasenanlage. Auch in Sopron kann am künstlichen Grün gekickt werden. Der slowakische Verein Rapid Bratislava lockt ebenfalls mit dem dauerbespielbaren Rasen.

Vorteil? Die Kosten. Nachdem man im Steinbrunner VIVA-Center (laut Homepage) und am BFV-Kunstrasen 190 Euro (in Eisenstadt bei Flutlicht 270 Euro) für ein Testspiel berappen muss, machen es die Ungarn viel billiger. Im grenznahen Mosonmagyarovar kostet die Partie lediglich einen zweistelligen Betrag.

Eine weitere Dienstleistung ist auch günstiger – ungarische Schiedsrichter pfeifen um ein Drittel der Gage ihrer österreichischen Kollegen. So manchem Funktionär taugt es zudem, dass so der lästige Online-Spielbericht wegfällt. Auch dieser Trend kommt scheinbar in Mode.