St. Georgen am Leithagebirge

Erstellt am 21. September 2016, 03:43

von Martin Plattensteiner

Es brodelt im Georgistadion. Martin Plattensteiner über die angespannte Situation in St. Georgen.

Als Dorfklub der Landeshauptstadt Eisenstadt hat der UFC Sankt Georgen schon immer mit seiner Identität gekämpft. Einst vom Riesen SCE belächelt, haben sich die „Schurldorfer“ ordentlich gemausert – bis zur BVZ Burgenlandliga. Aktuell soll der Klub in der 2. Liga Nord wieder zu neuer Stärke finden. Doch umso größer die Erfolge wurden, desto mehr legt(e) man sich den Hollywood-Stil à la Bayern München an.

Da können dann auch schon mal persönliche Eitelkeiten mitschwingen. In diesem Kontext hatten es Vorstand und Kicker noch nie so richtig leicht. Manch auswärtiger Trainer wurde kritisch beäugt, manch Einheimischer vergrault. Kurzum: Das Zündeln ist im Georgistadion nicht fremd.

Zurzeit geht es wieder drunter und drüber. Die im Sommer teuer verstärkte Truppe gewinnt kaum, Coach Hannes Marzi ist nicht mehr frei von Kritik. Das straffe System wackelt. Aktuell schreien alle – sogar schon Spieler – ihren Unfrieden laut heraus. Komplett wird vergessen, dass in der Ruhe die Kraft liegt.

Zwar wurden Obmann Erwin Nemeth und Vize Gerhard Horak ob ihres ruhigen Gemüts schon belächelt, eine ordentliche Portion an Gelassenheit ist aber definitiv der richtige Weg, um am Ende klare Worte zu finden – und die emotionale Achterbahnfahrt mit Stil zu bewältigen.