Erstellt am 05. Oktober 2016, 03:02

von Martin Wallentich

Neuer Coach als Problemlösung?. Martin Wallentich über die Trainerwechsel in der 1. Klasse Nord.

Der Trainer ist das schwächste Glied der Kette – diese alte Fußballweisheit kommt besonders nach schwachen Saisonstarts zum Tragen. Ein Phänomen, das sich von der Bundesliga bis hinunter in die niedrigen Ligen wie ein roter Faden zieht und die erhoffte Wende im Ligaalltag bringen soll. Doch reicht ein Trainerwechsel für eine positive sportliche Wende?

Neudorf ist diese Saison nach Weiden und Kittsee der bereits dritte Verein der 1. Klasse, der sich von seinem Trainer trennt. Trotz unterschiedlichster Gründe für eine Neubesetzung auf der Bank war eine Folge bislang konstant: Alle drei Vereine gewannen prompt die darauffolgende Partie – der endgültige Beweis für die Existenz des „Trainereffekts“? Jein.

Fakt ist, dass neues Personal oftmals den Konkurrenzkampf verbessert, die Spieler neu motiviert und taktische Ausrichtungen verändert. Eine Garantie, dass sich automatisch der sportliche Erfolg ergibt, existiert natürlich nicht. So konnte man beispielsweise in Jois nach schwachem Saisonstart souveräne Siege einfahren und im Mittelfeld landen – und das ganz ohne Trainerwechsel.

Faktoren wie Geduld und Kontinuität sind die andere Seite des Spiels. Hier die richtige Schnittstelle zu finden, um für das große Ganze die beste (Personal-)Entscheidung zu treffen, ist letztlich die Kunst der Verantwortlichen.