Zwettl

Erstellt am 13. Juli 2016, 05:54

von Christopher Eckl

Wille fehlte niemals. Christopher Eckl über das Olympia-Aus von Stefanie Schwaiger.

Kurz bevor am Sonntag das Finale der Fußball-EM über die Bühne ging, endete der lang gehegte Olympia-Traum von Stefanie Schwaiger. Von der Sportöffentlichkeit aufgrund des Zeitpunkts unbeachtet, stürzte für die Großglobnitzerin eine kleine Sportwelt in sich zusammen.

So bitter die Niederlage im Continentalcup-Endspiel erscheint, das Rio-Ticket wurde nicht erst in Sochi verspielt. Sondern in der eineinhalb Jahre andauernden Quali-Phase auf der FIVB-Tour. In den vergangen zwei Jahren wechselten sich im Umfeld von Schwaiger nachvollziehbare Entscheidungen, wie die Trennung von Tour-Partnerin Lisa Chukwuma, mit weniger nachvollziehbaren ab. Zu zweiteren gehört der Laufpass für Coach Richard Müller kurz nach dem zweiten Platz in Xiamen. Sportlich zur Ruhe kam die Großglobnitzerin seit dem Rücktritt ihrer Schwester Doris 2014 im Grunde nie.

Ob es richtig war, damals alleine weiter zu machen? Definitiv ja. Trotzdem! Weil die einzige Alternative eine „Sportpension“ mit 27 Jahren gewesen wäre. Und weil Schwaiger der Sportwelt in den letzten 25 Monaten Charakter und großen Willen gezeigt hat. Das war vorbildlich. Und wird in der Nachbetrachtung einer großen Karriere einmal mehr wert sein, als es das dritte Olympia-Ticket gewesen wäre.