Erstellt am 27. März 2013, 09:21

Streit verhindert Gesamtkonzept. BETTINA EDER über schwarz/rote Matchspielchen

Machtspielchen und Kompetenzdiskussionen zwischen dem Land und der Landeshauptstadt gibt es schon lange: Von einer überfälligen Straßenquerung, die nicht gebaut wird, weil nicht klar ist, wer dafür zuständig ist, bis zum Fußballplatz, der seinen Weg durch den Raumplanungsbeirat einfach nicht schaffen will. Der Effekt: es geht dort gar nichts oder wenig weiter. Im Tourismus dürfte es ähnlich sein, wie Stefan Ottrubay, Esterházy-Generaldirektor, im Interview (Seiten 4 und 5) feststellt: „Eisenstadt wird von der Landespolitik nicht immer so geliebt und geschätzt, wie man es schätzen müsste.“ – Und speziell das Schloss gehört, nicht nur vom Standpunkt Ottrubays aus, als Aushängeschild dazu. Als Marke kommt Eisenstadt im Burgenland Tourismus nicht vor. Das Schloss, das vor Jahren zum Bruch zwischen Land und Esterházy führte, ist wohl auf keiner Ansichtskarte des Landes vertreten. Dennoch hatte der Streit etwas Gutes: die Renovierung des Kulturzentrums hin zu einem ansehnlichen Repräsentationstempel. Dennoch bleibt das nur ein Mosaiksteinchen im fehlenden Gesamtkonzept.