Erstellt am 12. November 2014, 08:51

von Werner Müllner

Teilen in der Version 2014. Werner Müllner über die Schwierigkeiten einer Sozialeinrichtung.

Parallel zum berechtigten Jubel über den guten Weinjahrgang und zu den duftenden Imbisshütten anlässlich des Festes des Heiligen Martin machte sich die Botschaft breit, dass es mit der Pannonischen Tafel zu Ende gehen könnte. Anonyme Anzeigen machen Andrea Roschek, die schon mehrfach – unter anderem mit dem BVZ Martini – für ihr soziales Engagement ausgezeichnet wurde, die Arbeit schwer.

Im Sinne der Paragrafen hat die Anzeige wohl ihre Richtigkeit. Die Pannonische Tafel hat keine Genehmigung für den Betrieb eines Gastronomiebetriebes. Die Pannonische Tafel ist kein Gasthaus, aber gastfreundlich. Die Tafel sammelt das, was andere wegschmeißen würden und gibt es jenen, die es sonst aus den Mistkübeln klauben müssten. In der Pannonischen Tafel verkehrt nicht die Hautevolee des Landes, die Tafel nimmt keinem Gastronomen auch nur einen Cent weg.

Die Pannonische Tafel wird nicht schließen. Andrea Roschek findet auch diesmal eine Lücke und es wird auch 2014 einen Martin geben, der seinen Mantel übers Gesetzbuch wirft und notfalls ein paar Zeilen verdeckt.