Erstellt am 14. September 2011, 08:06

Transparent wie guter Wein. WERNER MÜLLNER über das Geld und die „Weinkost „Neu“

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Die Eisenstädter Wein- und Genusstage waren eine tolle Veranstaltung und werden zu Recht viel gelobt. Was nichts an der Tatsache ändert, dass das Fest Geld kostet. Die Gemeinde schießt für das heurige Fest 40.000 Euro zu – das sind 8000 Euro pro Veranstaltungstag.
Dafür gibt es Kritik von Seiten der Freiheitlichen. Diese merkt an, dass sich zu den Vorjahren nur die Summe geändert habe, weil das Fest keine zehn Tage mehr dauerte und somit billiger wurde.
Was sich jedoch zu den Vorjahren wesentlich geändert hat, ist der Veranstalter des Festes. War es über Jahre die Gemeinde, so ist es nun ein „privater“ Verein.

Obmann des Vereines ist Michael Freismuth (ÖVP), der auch Finanzstadtrat ist. Sein Stellvertreter im Verein ist Günter Kovacs (SPÖ), der wiederum Vizebürgermeister ist. Was damit verloren geht, ist die Transparenz des Festes und vor allem von dessen Finanzierung. Bisher lag die Abrechnung jedem Gemeinderatsmitglied offen, nun nur mehr den Vereinsmitgliedern. Verboten ist das nicht, aber schön auch nicht.