Erstellt am 09. Juli 2014, 07:01

von Bettina Eder

Tropfen auf dem heißen Stein. Bettina Eder über die Premiere in Römersteinbruch.

Delikates Fingerfood, Sekt und Feuerwerk: Die Opernfestspiele (OFS) werden am Mittwoch ihre Premiere wie gewohnt feiern – den Insolvenzproblemen zum Trotz. Man will gute Miene zu den bösen Zahlen machen, schließlich gilt es, noch viele Karten zu verkaufen.

Ob sich die Besucher freilich von den Bildern der High Society mit Sektflöten in den Steinbruch locken lassen, ist ungewiss. Fest steht, ein Aus- bzw. Wegfallen der OFS hätte fatale Auswirkungen auf den Tourismus in der Region. Unterstützung wird deswegen auch von der Politik gefordert.

Derzeit gibt es aber vom Land keinen Cent – was den OFS und Esterházy sauer aufstößt. Denn von der moralischen Unterstützung der Politik kann man sich im Steinbruch nichts kaufen. Zankapfel ist eine vom Land nach der Insolvenz zurückbehaltene 250.000-Euro-Förderung.

Rechtlich und symbolisch ist es undenkbar, dass Steuergeld direkt in eine Insolvenzmasse hineingezahlt wird. Tatsache ist allerdings auch, dass bei den hausgemachten neun Millionen Euro Schulden, die 250.000 sowieso nur ein Tropfen auf dem heißen Stein wären.