Erstellt am 12. August 2015, 06:41

von Bettina Eder

Über das Pochen auf Gesetze. Bettina Eder über die Schere zwischen Gesetz und Festlkultur

Elf Festveranstalter (

) haben im Zusammenhang mit den Anzeigen des „Bündnisses der Gastronomie Österreichs“ im vergangenen Jahr das Handtuch geworfen. Teilweise wurden die Feste nicht genehmigt, teilweise haben die Organisatoren selbst die Reißleine gezogen.

Warum? Weil sie wissen, dass sie nicht gemeinnützig sind, sagt Franz Perner von der Wirtschaftskammer, dem im BVZ-Internview fast der Kragen geplatzt ist. Die meisten Feste davon betreffen just die Jugendorganisationen von Parteien. Umso größer ist die Überraschung, dass sich gerade die Großparteien offiziell hier auffallend ruhig verhalten.

Doch gerade diese hätten die Macht, hier etwas zu verändern. Denn wenn sich das Gesetz mit der heimischen Festl- und Brauchtumskultur scheinbar nicht verträgt, ist es dennoch legitim, auf seine Einhaltung zu pochen. Die Politik muss jetzt Klarheit schaffen und eine Lösung erarbeiten, damit die Vereine nicht kriminalisiert werden, damit aber auch jenen Festl machern, die ausschließlich in die eigene Tasche arbeiten, Einhalt geboten wird.