Erstellt am 01. Februar 2012, 00:00

Überall gibt’s Sport-Experten. WERNER MÜLLNER über den unsportlichen Wahlkampf um den Sportplatz.

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Die wahren Sportexperten sitzen zu Hause. Dort knotzen die besten Fußballtrainer und die genialsten Skiexperten. Sie würden jedes Match, jedes Rennen gewinnen. Natürlich nur, wenn sie auch wollten – probiert haben sie es noch nie. So ist es auch mit dem Fußballplatz in Eisenstadt. Kaum einer der momentan regierenden Politiker war schon aktiv, als der FC Eisenstadt im Schlosspark groß aufspielte. So war der sportliche Beitrag bisher, sich darüber zu mokieren, dass es keinen Fußballplatz gibt. Nun gibt es die Zusage für einen Fußballplatz – und schon wird dieser kritisiert. Der Platz müsse zentral und verkehrstechnisch gut liegen, natürlich auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen sein. Das ist so, als würde ein Trainer verlangen, dass ein Kicker engagiert wird, der hält wie Friedl Koncilia und flankt wie Hans Krankl in Córdoba. Das gibt es nicht. In Eisenstadt ist kein Platz verkehrstechnisch gut zu erreichen. Die einzige Chance, den Platz zentral zu errichten, wäre jene gewesen, das Hallenbad abzureißen und dort zu bauen. Das hätte wohl den Couch-Experten auch nicht gepasst, denn dann hätte das Schwimmangebot nicht gepasst.

w.muellner@bvz.at