Erstellt am 08. Oktober 2014, 08:32

von Werner Müllner

Überraschungsei für Bürgermeister. Werner Müllner über die Autobahn zur Grenze.

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Als vergangene Woche im Kulturzentrum die Gesamtverkehrsstrategie des Landes Burgenland präsentiert wurde, war die Veranstaltung für den einen oder anderen Bürgermeister wie ein Überraschungsei. Allerdings wussten sie einerseits im Vorfeld gar nicht, dass für sie darin eine Überraschung versteckt war, und andererseits gab‘s nur Bitterschokolade.

„Ich bin gegangen, weil mir schlecht wurde“, erklärt etwa Wulkaprodersdorfs Ortschef Fritz Zarits (ÖVP), als er erfuhr, dass seine Gemeinde nach der Bahnschleife nun auch noch eine Autobahn bekommen soll. Den Bürgermeistern von Siegendorf und Klingenbach ist es wohl ähnlich gegangen. Aus Solidarität zu ihrer Partei haben sie es nicht so drastisch ausgedrückt.

Für jeden, der von der Autobahn nicht vor der Haustür betroffen ist, ist das – europaweit betrachtet – kleine Fuzerl Autobahn, der logische Lückenschluss im europäischen Autobahnnetz. Für die Bewohner der betroffenen vier Gemeinden ist es nicht nur ein Autobahnkreuz, sondern ein Grund mehr, ganz genau zu überlegen, wohin sie im Mai ihr Kreuzerl machen werden.