Erstellt am 18. Juli 2012, 00:00

Verneigung zum Abschied. WERNER MÜLLNER über die Suche nach Serafins Nachfolger

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„Gut is gangen, nix is gschehn“, haben sich Politiker und Promis gedacht, als Serafins Rede zu seinen letzten Festspielen vorbei war. Etliche haben befürchtet, dass sie zum Abschied noch ihr Fett abbekommen. „Um so etwas aufzubauen, muss man sich auch Feinde machen…“, merkte der Intendant unverblümt an. Ansonsten gab sich Serafin handzahm, was vielleicht daran lag, dass seine Nachfolgerin Dagmar Schellenberger am Premierenabend leider verhindert war…

Bei Messeauftritten, bei denen er tagelang persönlich hinter der Budl stand, kam kein Kamerateam vorbei, ohne dass es einen Beitrag über Mörbisch drehte. Stammgäste beeindruckte er jährlich durch seine persönlichen Einladungen, die perfekt von seinem Team koordiniert wurden. Und hätten die Seefestspiele für jedes Foto, auf dem er mit Fans posierte, einen Euro bekommen, dann bräuchte man sich finanziell keine Sorgen machen. Ein paar Wochen läuft der Serafin-Motor noch für die Burgenland-Werbung. Dann wird man sehen, wie die Szene ohne den Mann auskommt, der sich niemals zu schade war, für die Sache den Kasperl zu machen.

ta.zvb@renlleum.w