Erstellt am 19. Januar 2011, 07:32

Vor der eigenen Türe kehren. WERNER MÜLLNERüber das Endeeiner Polit-Kampagne.KOMMENTARWenn sich zwei streiten, dann freut sich die Opposition – so zumindest in Eisenstadt.

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Halt, nicht ganz! Yasmin Dragschitz von den Grünen findet anerkennende Worte dafür, wie sich Eisenstadts Bürgermeisterin Andrea Fraunschiel (ÖVP) gegen die Männerwelt wehrt. Seit Wochen werden Meldungen lanciert, dass Fraunschiel amtsmüde, rücktrittsreif oder was auch immer sei. In der BVZ sagt sie nun dezitiert wie nie zuvor: „Ich bleibe und will auch weitermachen!“ (Seite 6). ÖVP-intern wird posaunt, man lasse sich in keinen vorgezogenen Wahlkampf zerren, SPÖ und FPÖ und gerüchteweise auch der eine oder andere ÖVP-Funktionär lachen sich ins Fäustchen. Mal schauen, wer am Ende lacht. Die ÖVP hatte bei den letzten Wahlen noch immer (knapp) mehr als 50 Prozent. Dann kommt lange nichts und dann die SPÖ mit 24 Prozent. Grüne und Blaue liegen unter zehn Prozent.

Ein Blick in die Zukunft: Wenn in zwei Jahren gewählt wird, werden weder die SPÖ noch die FPÖ oder die Grünen die Kraft haben, ans – sicherlich auch angekratzte – Ergebnis der ÖVP heranzukommen. Und auch den Bürgermeister wird die ÖVP stellen.

w.muellner@bvz.at