Erstellt am 28. Oktober 2015, 05:02

von Werner Müllner

Wenn Strom am Dach ist…. Werner Müllner über einen Ortsbildstreit.

Burgenland ist weithin bekannt für seine umweltschonende Art, Strom zu erzeugen. Durch die hunderten Windräder auf der Parndorfer Platte ist es sogar gelungen, rechnerisch stromautark zu werden. Nun kennt man das Burgenland nicht nur wegen seiner Landschaft oder seiner tollen Weine, sondern auch wegen seiner Initiativen bei der Energiegewinnung.

Durch diese landesweiten Aktionen angestachelt, installierte ein Ruster Winzer auf seinem Hausdach eine Photovoltaikanlage – eben, um Strom zu sparen. Laut seinen Berechnungen erspart er sich dadurch mehrere tausend Liter Heizöl pro Jahr, obendrein erspart er sich auch etliches an Energie für die Warmwassergewinnung. Gesagt, getan. Doch er hatte seine Rechnung ohne den Denkmalschutz gemacht.

Die Stromgewinnungsanlage muss entfernt werden. Denn wenn man am Ruster Kirchturm steht, beeinträchtigt die Photovoltaikanlage den schönen Ausblick, das Ortsbild der Gemeinde. Na hoffentlich kommt nicht auch noch der Naturschutz auf die Idee, dass die burgenländischen Windräder das Landschaftsbild beeinträchtigen.