Erstellt am 26. Juni 2013, 07:43

Wenn Verhandeln sich auszahlt. Bettina Eder über den Vertrag, der nun eine Million Euro in Oggaus Kasse spült.

Zwei Jahre lang hat die Oggauer Gemeinde verhandelt, um am Areal der ehemaligen Seekaserne neben den „Seevillen“ ein Hotel, das mehr Touristen in den Ort locken sollte, zu bekommen (siehe Seite 33). So lange, dass die Anzahl der Zweifler mitunter schon überhand nahm. Das Hotel sollte das Geld der Touristen in die Kassen der Gemeinde spülen. Nun, das ist eingetroffen, wenn auch anders als erwartet. Denn, dass man gegenüber dem Käufer, der Seepark Oggau Projektentwicklungs OG, nicht nachgegeben hat, hat sich ausgezahlt – und zwar richtig. Das Hotel kommt zwar – zumindest bis zur vertraglich vereinbarten Frist, Mai 2013 – nicht, die Gesellschaft hatte keinen Betreiber gefunden, doch jetzt kommt die hartnäckig geforderte Vertragsklausel zum Zug: Eine Million Euro wandern auf das Konto der Gemeinde und in den Boden des von Grund auf zu renovierenden Oggauer Bades. Bleibt nur zu hoffen, dass es dort nicht versickert, denn Freibäder sind für Gemeinden – finanziell gesehen – ein Luxus, den man sich in der politischen Realwelt sonst nur vor Wahlen leistet.