Erstellt am 13. Februar 2013, 08:28

Wenn’s wichtig ist mit der Post. WERNER MÜLLNER über die verlorene Post.

Die Postkästen, die noch hängen, verkünden stolz: „Wenn es wirklich wichtig ist, dann lieber mit der Post“. Der Magistrat Eisenstadt hat weit über 10.000 Briefe aufgegeben, um die Bürger über die Bundesheer-Volksabstimmung zu informieren. Ein Großteil davon kam an. Wenn man aber davon ausgeht, dass alle Briefe ankommen sollten, dann kam ein großer Teil auch nicht an. Dass das die Gemeinde ärgerte und diese wissen wollte, wohin die Briefe gekommen sind, ist verständlich, und man fragte nach. Nun kam die Antwort. In hübsche Worte verpackt, wurde dem Bürgermeister mitgeteilt, dass seine Bürger zu blöd seien, einen solchen Brief zu erkennen. Weiters, so hieß es, fallen solche Schreiben „naturgemäß nicht auf“ und daher „neigt der Mensch dann leider anzugeben, dass Sendungen gefehlt haben.“
Für, wie dumm hält, die Post die Eisenstädter? Ist das ernst gemeint, dass die Eisenstädter nicht in der Lage seien, bunte Prospekte von Briefen der Gemeinde zu unterscheiden? Oder wurde das Schreiben bewusst im Fasching aufgegeben, und die ernst gemeinte Antwort folgt am Aschermittwoch?