Erstellt am 12. Juni 2013, 00:00

Wo Zwang ist, wird’s schwierig. WERNER MÜLLNER über die Notwendigkeit von Bauzwang Wahlkampf hin oder her, das Thema „Bauzwang“ wird die Stammtische beherrschen. „Bauzwang“ ist ein Thema, das quasi niemandem egal sein wird.

Wahlkampf hin oder her, das Thema „Bauzwang“ wird die Stammtische beherrschen. „Bauzwang“ ist ein Thema, das quasi niemandem egal sein wird. Hat man einen Acker und braucht Geld – eine Umwidmung in Bauland muss her. Hat man schon Geld und noch einen Acker – eine Umwidmung muss her, damit das Geld noch mehr wird… Man hat einen Acker und kein Geld, sich irgendwo anders einen Baugrund zu kaufen – eine Umwidmung muss her… Hat man schon ein Haus und das Nachbargrundstück ist ein Acker – nur keine Umwidmung, man will ja seine Ruhe haben…

All jene, die oder deren Kinder bauen wollen, werden den Bauzwang begrüßen. Alle, die ihren Grund „aufwerten“ wollen, werden sich mit Händen und Füßen dagegen wehren. Schaut man sich die letzten Umwidmungen in Eisenstadt an, dann handelt es sich dabei nicht ausschließlich um Bürger, die selbst bauen wollen, denn dann müsste manch Begünstiger etliche Häuser bauen. Im kommenden Stadtentwicklungsplan wird die Frage neu geregelt werden. Je mehr Bürger sich jetzt aktiv mit ihren Anliegen einbringen, umso weniger werden sich die Lobbyisten durchsetzen.