Erstellt am 09. Mai 2012, 00:00

Wöchentliches Schulterklopfen. WERNER MÜLLNER über die Freiwilligen der Feuerwehr

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Am Sonntag war Tag der Feuerwehr. In vielen Gemeinden präsentierten sich die vorwiegend männlichen Freiwilligen und zeigten, was sie können beziehungsweise was man selbst zu Hause können sollte, falls es brennt.

Bei vielen der Veranstaltungen erklärten Feuerwehrmänner den jüngsten Interessierten – es war manch einer dabei, der gerade mal laufen konnte und mit offenem Mund das blitzeblanke rote Feuerwehrauto bestaunte – alles über die Feuerwehr: Wann man als Kind beitreten darf, was man lernen muss, was welches Abzeichen bedeutet und natürlich auch wer das Wasser aufdrehen und wer das Blaulicht einschalten darf. Als die Frage gestellt wurde, was man denn als Feuerwehrmann verdiene, schwieg der Feuerwehrmann. Fast schien es, dass es ihm peinlich war, dass er all die Stunden umsonst für die Feuerwehr leistet.

Bei diesen Feiern schauten auch Politiker vorbei, galt es doch, da und dort einen Spatenstich fürs Feuerwehrhaus zu setzen oder ein neues Feuerwehrauto zu feiern. Eigentlich sollten die Politiker viel öfter hin gehen, um den Tüchtigen im Namen der Bürger auf die Schulter zu klopfen und Danke zu sagen.

w.muellner@bvz.at