Erstellt am 26. August 2015, 05:47

von Werner Müllner

Zahlen muss es jeder Bürger. Werner Müllner über statistische Schulden der Burgenländer.

Die Gemeindefinanzstatistik 2014 stellt den Gemeinden im Bezirk Eisenstadt ein recht ordentliches Zeugnis aus. Die Palette reicht von Klingenbach – hier entfallen statistisch gesehen 95 Euro Gemeindeschulden auf jeden Bürger – bis hin zu Wimpassing, wo jeder Bürger 1.629 Euro Schulden hat. Also, nichts wo sich die Bürgermeister graue Haare wachsen lassen müssen.



Wobei die Statistik einen „Schwachpunkt“ aufweist: Die Haftungen, die die Gemeinden für diverse Bauprojekte eingegangen sind. Die Gemeinden haben aus steuerrechtlichen Gründen Firmen gegründet, die Bauprojekte, wie zum Beispiel Bäder, Bauhöfe oder Ähnliches, umsetzten. Diese Schulden – die in die Millionen gehen – lauten zwar nicht auf den Namen der Gemeinde, diese haftet jedoch für die Schulden.

Diese Konstruktion bringt Steuervorteile für die Gemeindekasse. Dennoch müssen sich viele Gemeindebürger bewusst sein, das neben ihren statistischen Durchschnittsschulden auch noch Millionen an Haftungen im Raum schweben.