Erstellt am 08. April 2015, 06:10

von Bettina Eder

Zwingende Umzugsgründe. Bettina Eder über die Schließung der Armenspeisung der Tafel.

Ostern ist das Fest der Auferstehung des Herrn. Es bedeutet auch einen „Neuanfang“. Zu ebendiesem wurde dieser Tage die Pannonische Tafel gezwungen.

Die Küche für die Armenspeisung entspricht nicht den Anforderungen des Lebensmittelinspektorates – das „Wohnzimmer“ der Tafel muss seine Pforten schließen und sucht nach einer neuen Unterkunft.

Hinzu kommt, dass dem Verein vorgeworfen wird, illegal Gewerbe zu betreiben –  wegen einer Spendenbox. Gesetz ist freilich Gesetz, aber dass man gerade hier Erbsenklauberei betreibt, ist unverständlich.



Tafel-Chefin Andrea Roschek bringt es auf den Punkt: „Es kratzt niemanden, wenn Leute auf der Straße stehen und frieren, aber wenn sie zu einem Verein gehen, wo sie eine warme Suppe bekommen, dann macht man sich auf einmal Sorgen, dass sie sich den Magen verderben könnten.“

Zu hoffen ist, dass, wie viele andere auch, dieser Neuanfang im Endeffekt etwas Gutes bewirkt: mehr Platz, eine schönere Küche und vielleicht gibt es auch von öffentlicher Hand so viele Gelder, dass die Spendenboxen gar nicht mehr notwendig sind.