Erstellt am 10. Februar 2016, 04:53

Neue Stationen laufen. Stroke Unit deckt in Eisenstadt seit zwei Monaten die Akutversorgung neurologischer Notfälle ab. Palliativstation lindert und begleitet.

Neurologie. Abteilungsvorstand Dr. Dimitre Staykov. Foto: Sorger  |  NOEN, Sorger

Zwei Monate nach Inbetriebnahme der Abteilung für Neurologie sowie der Palliativstation im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder – die aufgrund Budgetstreitigkeiten zwischen Land und Krankenhausleitung erst nach einer mehrmonatigen Verzögerung eröffnet werden konnten – zogen Land und Krankenhaus eine erste Zwischenbilanz: Von 1. Dezember bis 31. Jänner wurden 162 Patienten an der Neurologie behandelt.

73 Patienten wurden mit akutem Schlaganfall auf der Stroke Unit behandelt. „Mit der Stroke Unit gewährleisten wir die Akutversorgung neurologischer Notfälle der Region derzeit bereits uneingeschränkt“, so Abteilungsvorstand Dr. Dimitre Staykov.

In der Neurologischen Terminambulanz, die seit 1. Februar in Betrieb ist, werden Spezialsprechstunden für die Behandlung von multipler Sklerose, Bewegungsstörungen und Spastik, Epilepsie sowie Demenz etabliert. Die Neurologie verfügt derzeit über 25 Betten, noch heuer sollen weitere 15 dazukommen. „Wir sind dabei, das Ärzteteam zu vervollständigen. Ende März als Termin ist realistisch“, so Staykov und Krankenhausleiter Robert Maurer.

In der Palliativstation, die seit 1. November in Betrieb ist, gab es bis 31. Jänner 21 stationäre Aufnahmen. „Überwiegend sind es an Krebs erkrankte Personen, die das palliative Angebot in Anspruch nehmen“, so Abteilungsvorstand Dr. Andreas Püspök: „Wenn eine Entlassung in das häusliche Umfeld nicht mehr umsetzbar ist, was das Hauptziel der Station ist, werden PatientInnen auch in der Sterbephase würdevoll begleitet.“

Diese Begleitung schließt auch die Angehörigen mit ein. Auf längere Sicht sollen zu den bestehenden fünf Betten weitere fünf dazukommen.