Erstellt am 17. August 2011, 00:00

Kreisverkehr mit Ampel. PROJEKT / Land, Gemeinde und Gewerbezone planen einen zweispurigen Kreisverkehr bei der ehemaligen Zuckerfabrik. Die Maßnahme soll Verkehrsfluss beschleunigen.

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VON BETTINA EDER

SIEGENDORF /  „Ich war am Anfang auch ein bisschen skeptisch, aber jetzt bin ich überzeugt, dass das funktioniert“, gibt der Leiter der Straßenbauabteilung Johann Godowitsch zu. Gebaut werden soll nämlich – einzigartig in Österreich – ein zweispuriger Kreisverkehr mit Ampeln. Die zweite Spur sei notwendig, um den Verkehr fließen zu lassen und „die Erreichbarkeit des Wirtschaftsparks zu gewährleisten und die Ampeln, damit kein Wirrwarr beim Wechseln der Spuren entsteht.“ Für die Idee wurde Godowitsch durch „die Simulation unseres Verkehrsplaners, der den Verkehrsfluss dargestellt hat“, gewonnen.

Godowitsch: wichtig für  GZO-Erweiterung

„Mir ist jede Maßnahme recht, die dafür sorgt, dass der Verkehr an dieser Stelle besser fließt“, erläutert der betroffene Bürgermeister Gerhard Steier (SPÖ). Der neue, größere Kreisverkehr soll aus jenem zwischen der Zuckerfabrik, Siegendorf, Zagersdorf und der A3-Autobahnauffahrt entstehen. An dieser Stelle war es in den vergangenen Jahren Richtung Ungarn immer mehr zu Verkehrsstockungen gekommen. Ein weiterer Grund für den Bau dürfte aber auch das Gewerbegebiet sein. „Ein Erweiterungsprojekt des GZO, der Gewerbezone Ost, lässt sich nur umsetzten, wenn der Verkehrsfluss passt“, erläutert Godowitsch. Finanziert werden die 1,3 Millionen Euro Investitionskosten durch mehrere Parteien. Godowitsch dazu: „Es wird eine gemeinsame Finanzierung durch Land, Gemeinde und Gewerbezone geben.“ Wie genau die Aufteilung aussehen wird, sei aber noch laut Steier in keinster Weise diskutiert worden.

ÖVP: „Geld sollte sinnvoller  eingesetzt werden“

Keine rechte Freude mit dem Projekt hat dagegen die ÖVP Siegendorf. „Sinnvoller und nachhaltiger wäre die dringend notwendige Sanierung der Neuen Mittelschule“, stellt etwa VP-Vizeparteichef Marco Haas fest. Die Planungen sind allerdings laut Godowitsch derzeit im Gange, erhoffter Baubeginn ist noch in diesem Jahr. „Verkehrsbehinderungen wird es in der Bauzeit sicher geben. Aber wir bemühen uns das Ganze zu straffen“, erläutert Godowitsch. Der Bau selbst wird laut dem Experten rasch vonstatten gehen, denn viel sei nicht zu tun: die Ampeln müssten gesetzt werden und die zweite Spur, die Flächen sparenderweise innen verläuft, wird gezogen. Darüber hinaus sind bereits die Einfädelspuren schon zweispurig geplant.