Erstellt am 10. Juni 2016, 04:10

von Nina Sorger

Gedächtnis sorgt für Sammelleidenschaft: Kapperl aus Europa. Kurios: Weil Johann Spah auf jeder Reise vergisst, eine Kopfbedeckung einzupacken, hat er von jedem Urlaubsort ein Kapperl.

Kapperlliebhaber. Rund 30 Kapperl aus verschiedenen Orten hat Johann Spah in seinem Keller. Weitere 20 hat er aus Platzmangel schon verschenkt. Foto: Nina Sorger  |  NOEN, Nina Sorger
Wenn die Sommersonne heiß auf St. Margarethen niederbrennt, gibt es einen, der ganz sicher gut behütet – oder besser: gut „bekapperlt“ – ist: Denn Johann Spah hat in seinem Keller eine reiche Sammlung an Kappen.

Jedes Kapperl erzählt von einem Ort. Denn jedes stammt von einer Reise: „Überall, wo meine Frau und ich hinfahren, kaufe ich mir ein Kapperl und bringe es mit – von Moskau bis Mallorca“, erzählt der Pensionist.

„Musste mir an jedem Ort ein Kapperl kaufen“

Die Sammelleidenschaft begann schon vor gut 20 Jahren. Dabei sei sie seiner Vergesslichkeit zu verdanken, so Spah weiter: „Ich hab einfach bei den Reisevorbereitungen vergessen, eine Kopfbedeckung einzupacken – und das auf jeder Reise. Also musste ich mir an jedem Ort, wo ich war, ein Kapperl kaufen.“

Zahlreiche Städte und Inseln Europas hat Spah mit Gattin Maria im Rahmen von Pensionistenreisen bereits bereist, wie seine Sammlung zeigt.

In seinem Keller hängen derzeit rund 30 Kappen, weitere 20 hat der Pensionist bereits verschenkt: „Irgendwann ist kein Platz mehr. Also wenn jemand ein Kapperl aus Budapest oder Medjugorje haben will, ist er herzlich willkommen.“ Allerdings werden vermutlich bald weitere Kapperl zur Sammlung hinzukommen, denn die nächste Reise ist schon in Planung.