Erstellt am 05. August 2015, 05:41

von Doris Fischer

Lärm nach Rodung. Zu laut / An Schlafen bei offenem Fenster ist in Großhöflein derzeit nicht zu denken. Durch das Fehlen der Bäume wurde es lauter.

Arbeiten. Entlang der A3 werden Bäume und Büsche entfernt. Laut ASFINAG, die dafür verantwortlich zeichnet, sollen die fehlenden Bäume nicht zu mehr Lärm führen. Foto: Privat  |  NOEN, privat
Auf einer Breite von vier Metern wird entlang der A3 zwischen Großhöflein und Müllendorf gerodet. Die ASFINAG errichtet die CN.as-Linie (Lichtwellenleiter) vom A3-Knoten Guntramsdorf bis zum Knoten Eisenstadt.

Für die Errichtung sowie Instandhaltungsarbeiten der Kabelanlage seien laut ASFINAG die Rodungsarbeiten erforderlich.

Bürgerinitiative macht nun gegen Anstieg mobil

„Wir haben diesbezüglich keinerlei Informationen erhalten“, ärgert sich Thomas Glock von der Bürgerinitiative Großhöflein, die gegen den steigenden Lärm in ihrer Ortschaft mobil macht.

Jetzt werde die Situation noch unerträglicher. „Die Leute unten im Dorf haben freie Sicht auf die Autobahn und die Lkws, aber auch der Lärm hat jetzt noch um einiges zugenommen“, betont Glock.

Lärmmessungen wurden schon durchgeführt

Ein Schlafen bei offenem Fenster sei laut Glock nicht mehr möglich. Er fragt sich nun, ob die Rodungen ordnungsgemäß sind: „Ich gehe davon aus, dass der Rodungsbescheid der Bezirkshauptmannschaft korrekt ist. Aber ich frage mich, ob es der richtige Zeitpunkt ist. Denn immerhin sind momentan viele Brutvögel unterwegs, denen der Lebensraum weggenommen wird.“

Laut Bezirkshauptfrau Franziska Auer müsse auf den Naturschutz in diesem Fall keine Rücksicht genommen werden: „Wenn ein höheres Interesse vorhanden ist, überdeckt es andere Verordnungen.“

Gleichzeitig fürchtet Glock um eine Verfälschung der vor Kurzem durchgeführten Messergebnisse zur Errichtung einer Lärmschutzwand. „Aufgrund der sehr geringen Rodungsarbeiten ist von keiner schalltechnischen Veränderung auszugehen“, heißt es vonseiten der ASFINAG.