Erstellt am 25. Mai 2011, 00:00

Leerer Saal, leere Worte. GEMEINDERAT / Die Parteien polemisierten am selben Tag an zwei verschiedenen Orten über Jugendarbeit in Eisenstadt.

Leere Reihe. FPÖ und SPÖ kamen nicht zur Gemeinderatssitzung. Die nächste Sitzung ist am kommenden Montag. WERNER MÜLLNER  |  NOEN
x  |  NOEN

VON WERNER MÜLLNER

EISENSTADT / Wie angekündigt, blieben vergangenen Mittwoch SPÖ und FPÖ der Gemeinderatssitzung in Eisenstadt fern. Als Grund nannten die Sprecher der beiden Parteien, dass der angesetzte Termin eine Zumutung sei – die SPÖ hatte zur gleichen Zeit eine Diskussionsveranstaltung – und dass man außerdem den Grundsatzbeschluss zur Errichtung der Veranstaltungshalle, der auf der Tagesordnung stand, verhindern wollte.

Das passierte auch. Die Gemeinderatssitzung wurde nach wenigen Minuten geschlossen. Jedoch machten sich die Gemeinderäte Istvan Deli (ÖVP) und Yasmin Dragschitz (Grüne) die Mühe und erklärten Jugendlichen – großteils von der JVP – , die die Gemeinderatssitzung besuchten, das Projekt der Veranstaltungshalle.

Forderungen formuliert,  Vorgangsweise unklar

Fast zur gleichen Zeit hielt die SPÖ im Haydnbräu eine Diskussion zum Thema „Jugendarbeit“ ab. Nach Fachvorträgen wurde in offener Runde diskutiert. Die Anwesenden machten sich vorerst mal Luft, was alles nicht passe. So erklärte ein SJ-Funktionär aus Hornstein, dass, wenn man sich in Hornstein ein Jugendzentrum leisten könne, dies doch auch in Eisenstadt möglich sein müsste. Schlussendlich kam die Runde zu folgenden Forderungen: mehr Geld für Jugendarbeit und ein Jugendzentrum mit Betreuung. Wer diese Forderungen an die Gemeinde herantragen wird, wurde in dieser Runde nicht vereinbart.