Erstellt am 18. Februar 2014, 12:06

Lili überlebte Gift. Ein Einbrecher vergiftete Mischlingshündin in Trausdorf. Tierarzt rettete ihr das Leben, doch die Verunsicherung bleibt.

Glimpflich. Das schnelle Reagieren ihres Besitzers Nikola Karlich rettete Dobermann-Pinscher-Hündin Lili das Leben, nachdem ihr ein Einbrecher Gift verabreicht hatte. Nun ist sie wieder gesund und fröhlich.  |  NOEN, Foto: Nina Sorger
TRAUSDORF | Wenn man Lili herumtoben sieht, merkt man nichts mehr davon, dass die einjährige Mischlingshündin vergangene Woche nur knapp dem Tod entronnen ist. Ein Einbrecher hatte die Mauer zu Lilis Zuhause überstiegen, und als die wachsame Hündin den Eindringling gemeldet hatte, dieser einen Giftköder zu fressen gegeben.
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Ihr Besitzer Nikola Karlich konnte den Mann verscheuchen. „Ich hab gerufen: ,Wer ist da?‘, und er lief davon“, berichtet Karlich: „Dann hab ich gesehen, wie Lili auf dem Boden herumkugelt und dass ihr Kopf angeschwollen war, und hab die Tierambulanz in Mattersburg angerufen.“ Dort konnte Lilis Leben gerettet werden. „Am Tag danach war sie noch sehr verschreckt und wollte nicht einmal allein in den Garten gehen – jetzt ist sie wieder fit, nur noch etwas schwach“, freut sich Karlich.

Verunsicherung bleibt

Dennoch bleibt die Verunsicherung: „Meiner Mutter und mir ist schon mulmig – vor allem, nachdem nochmals in Trausdorf eingebrochen wurde. Der Einbrecher muss uns beobachtet haben“, so Karlich. Eisenstadts Stadtpolizeitkommandant-Stellvertreter Günter Hauer dazu: „Für mich persönlich ist das eine merkwürdige Geschichte. Welcher Einbrecher geht mit einer vergifteten Extrawurst einbrechen? Warum soll er genau in dieses Haus einbrechen, wo der Hund ist?“ In diese Richtungen soll weiter ermittelt werden.