Erstellt am 11. April 2012, 00:00

Lungenschuss auf Mozart. TIERQUÄLEREI / Mit einem Luftdruckgewehr wurde aus nächster Nähe auf Katze geschossen. Ähnlicher Fall vor zwei Jahren.

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EISENSTADT / Mozart ringt um Luft und um ihr Leben. In der Lunge der zweijährigen Tigerkatze steckt ein Projektil aus einem Luftdruckgewehr. Als Mozarts Besitzer, die Familie Reiff, am Ostermontag von einer Essenseinladung nach Hause kam, fand sie ihren Liebling reglos vor der Haustür. „Sie ist eine so lebhafte Katze, geht auf jeden zu – so apathisch sind wir sie nicht gewöhnt“, schildert Aurelia Reiff.

Die hinzugezogene Tierärztin Gabriele Velich stellte einen Einschuss im Rücken – knapp neben der Wirbelsäule – fest: „So tief, wie das Projektil in der Lunge sitzt, muss der Schuss aus nächster Nähe abgefeuert worden sein“ erklärt Velich und erinnert sich an einen ähnlichen Fall: „Vor zwei Jahren wurde in Purbach eine Katze mit einem Luftdruckgewehr mit zugespitzten Projektilen in die Wirbelsäule geschossen und starb. Wer sowas macht, ist eine kranke Persönlichkeit!“

Velich entschied sich, das Projektil vorerst in der Lunge des Tieres zu belassen und mit Antibiotika einer Infektion – „das Gefährlichste momentan“ – vorzubeugen. Wer den Schuss abgegeben haben könnte, ist den Reiffs ein Rätsel, so Karl Reiff: „In der Nachbarschaft kennen alle unsere Katze – wir sind verängstigt. Wer tut nur sowas? Das ist kranke Tierquälerei!“ Nun ermittelt die Polizei nach dem Täter. Ob ein Zusammenhang mit den Schüssen auf Katzen in Müllendorf besteht, könne man derzeit nicht sagen, so ein Beamter.