Erstellt am 09. Februar 2011, 00:00

M.U.T-ige erste Bilanz. ORDNUNGSDIENST / Stadt resümiert positiv – „Wird gut angenommen“ –  und geht „Spezialproblem“ in der Pfarrgasse an.

Positive Ergebnisse. Für MUT-Koordinator Matthias Leeb, Stadtchefin Andrea Fraunschiel, Landtagsabgeordneten Thomas Steiner und Security-Chef Herbert Wagner (v.l.) ist die MUT-Truppe weiter gefordert.  |  NOEN
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VON BETTINA EDER

EISENSTADT / Acht Monate im Einsatz, 782 Meldungen und das bei „Projektkosten von etwa 4300 Euro – eine Bilanz, die die Stadt Eisenstadt gerne über ihren Ordnungsdienst M.U.T zieht. So unterschiedlich wie die Fälle – von Auskünften über die Kontrolle von Baustellen bis zu Aufklärung und Anzeigen eines Verstoßes – so unterschiedlich seien auch die Reaktionen der Bürger gewesen. Allerdings „schon eher einsichtig“, formuliert MUT-Koordinator Matthias Leeb vorsichtig.

„Das Arbeiten für Ruhe, für Ordnung, für Sauberkeit und das Einhalten der städtischen Verordnungen ist unser Thema, nicht die Kriminalitätsbekämpfung“, erläutert VP-Stadtparteiobmann Thomas Steiner.

Die Kriminalität selbst gehe indes in der Landeshauptstadt zurück. „Die Zahl der angezeigten Fälle sinkt, die Aufklärungsquote ist top“, freut sich VP-Bürgermeisterin Andrea Fraunschiel. In absoluten Zahlen gingen die Delikte um 113 auf nun 964 zurück. Jeder zweite Fall wird von den Kriminalisten geklärt.

Spezialproblem Partymeile:  Runder Tisch zur Lösung

Ein „Spezialproblem“ gebe es allerdings nach wie vor in der Pfarrgasse. Auf Eisenstadts Partymeile Nummer Eins (Pfarrgasse/Domplatz) sind Lärm, Verunreinigungen, Sachbeschädigungen in den Nachtstunden vor allem am Wochenende an der Tagesordnung. Herbert Wagner, Chef der Securityfirma, relativiert: „Das sind keine schwerwiegenden Delikte, aber es ist störend.“

Seit Jahren warten die Anrainer auf eine Besserung. Wirbel gab es erst im Juni des vergangenen Jahres, als einige Anrainer zu einem Stammtisch luden und ihren Unmut gegenüber Magistratsdirektor Walter Horvath und Vizebürgermeister Christian Schmall zum Ausdruck brachten. Ein Gespräch mit der Polizeidirektorin Ulrike Weiss und eine MUT-Razzia, sprich eine Schwerpunktaktion von Polizei, MUT und Securityfirma, später will man dem Problem nun mit einem anderen runden Tisch – Polizei, Stadt, Lokalbetreiber und Security – zu Leibe rücken. Darin soll ein Maßnahmen-Mix, der auf Information und Bewusstseinsbildung der Jugendlichen aufgebaut ist, erarbeitet werden. „Es wird ein Bündel von Maßnahmen geschnürt werden, das ein angenehmes Miteinander ermöglicht“, erklärt Fraunschiel das Ziel. Die Umsetzung soll spätestens mit Beginn der warmen Jahreszeit stattfinden. Den ersten großen Einsatz in Sachen Jugendschutz und Kontrolle wird es allerdings schon im März geben. Am Faschingsdienstag wird die fünfköpfige MUT-Truppe scherpunktmäßig auch auf der Fußgängerzone und im Schlosspark unterwegs sein.