Erstellt am 02. März 2016, 03:49

von NÖN Redaktion

Meldemoral und weniger Seminare. Laut Statistik haben vor allem Trausdorf und Donnerskirchen ein dickes Minus.

Tourismusretter. Während »Tosca« im Römersteinbruch lief, freute sich St. Margarethen - im Gegensatz zum Festspielnachbarn Mörbisch - 2015 über ein Ankunfts- und Nächtigungsplus. Foto: Nina Sorger  |  NOEN, Nina Sorger
Während landesweit die Touristiker über ein leichtes Plus jubeln, kämpfen viele Gemeinden im Bezirk mit einem Rückgang. Die Landeshauptstadt verzeichnet bei den Ankünften ein Minus von 3,4 Prozent und bei den Übernachtungen von 5,9 Prozent. In der Stadtgemeinde argumentiert man, dass dies zwar ein Rückgang sei. Dafür habe man „im Jahr 2014 ein Nächtigungs-Plus von 17 Prozent“ verzeichnen können.

Minus nur, weil ein Betrieb trödelte

Mit einem heftigen Minus – von 23 Prozent bei den Übernachtungen und über 59 Prozent bei den Ankünften – sieht sich Donnerskirchen konfrontiert (siehe Statistik unten links).

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Dafür hat Bürgermeister und Tourismuschef Johannes Mezgolits (ÖVP) allerdings eine Erklärung: „Die Statistik entspricht eigentlich nicht den Tatsachen. Ein Betrieb hatte Probleme damit, die Zahlen zeitgerecht abzugeben. Mittlerweile sind diese Zahlen aber auch da und werden natürlich nachträglich in die Statistik miteinbezogen. Die Zahlen sind im Vergleich zum Vorjahr ziemlich gleich, vielleicht liegen diese sogar bei einem leichten Plus.“

Mit einem Minus von 27 Prozent bei den Ankünften und 25,4 Prozent bei den Übernachtungen kämpft Trausdorf. Der Rückgang lässt sich erklären: „Es hat weniger Seminare gegeben. Weniger Seminare bedeuten eben weniger Ankünfte und weniger Übernachtungen“, so Wilhelminenhof-Chefin Wilhelmine Wallner.

Ein leichtes Minus verzeichnet Mörbisch. „In der Vor- und Nachsaison hatten wir eine Steigerung. Das Minus ist im August, wo wir weniger Festspielvorstellungen und keine Zusatzkonzerte mehr hatten. Außerdem reduziert sich auch die Bettenanzahl aufgrund von Pensionierungen oder qualitativen Aufwertungen der Quartiere – weniger aber dafür komfortablere Zimmer“, so Bürgermeister Jürgen Marx (SPÖ).

Über ein leichtes Ankunfts-plus dürfen sich lediglich St. Margarethen und Purbach freuen. Letzteres muss aber bei den Übernachtungen ein Minus hinnehmen.