Erstellt am 11. Oktober 2011, 18:52

Metalldiebestrio in Eisenstadt vor Gericht - Drei Schuldsprüche. Drei mutmaßliche Metalldiebe haben sich am Dienstag in Eisenstadt vor Gericht verantworten müssen.

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 Drei mutmaßliche Metalldiebe haben sich am Dienstag in Eisenstadt vor Gericht verantworten müssen. Den Ungarn wurden mehrere Diebstähle sowie Diebstahlsversuche im Mittel- und Südburgenland vorgeworfen, bei denen unter anderem Altmetall und Eisenbahnschwellen gestohlen wurden. Ein Schöffensenat verurteilte die Männer zu teilbedingten Haftstrafen von zwölf, 18 und 20 Monaten. Zwei Urteile sind rechtskräftig. Ein Angeklagter gab keine Erklärung ab, auch der Staatsanwalt behielt sich in seinem Fall weitere Rechtsmittel vor.

   Wegen ihrer tristen finanziellen Lage hätten sich die Drei im Alter von 21, 30 und 56 Jahren Mitte 2010 zusammengeschlossen, um in Österreich Buntmetalldiebstähle zu begehen, warf ihnen die Anklage vor. Zumeist seien sie dabei ein einem weißen Lada mit Anhänger unterwegs gewesen. Die Anklage legte den Männern den Diebstahl von insgesamt rund 960 Kilogramm Eisenbahnschwellen in Rechnitz (Bezirk Oberwart) und von Nirostateilen sowie Alublech - unter anderem aus einer Firma in Großwarasdorf (Bezirk Oberpullendorf) - zur Last.

   Beim größten Coup - das Trio soll laut Anklage versucht haben, alte Stahlträger und Teile einer Hallenkonstruktion, die auf dem frei zugänglichen Lagerplatz eines Betriebes in Raiding deponiert waren, zu entwenden - blieb es bei dem Versuch, weil die Ungarn auf frischer Tat ertappt wurden.

   Die drei Ungarn wurden nach ihren Coups von einigen Zeugen wiedererkannt. Bei einem der Diebstähle in einem Metallbetrieb wurde der weiße Lada von der Überwachungskamera des benachbarten Unternehmens erfasst.

   Ein Schöffensenat unter Vorsitz von Andrea Rosensteiner verurteilte den 30-Jährigen schließlich zu 20 Monaten Haft, davon 15 bedingt. Er habe "hartnäckigst bis zuletzt versucht, sich aus der Affäre zu ziehen", so die Richterin. Der 56-Jährige erhielt eine 18 monatige Strafe, davon 15 Monate bedingt. Der jüngste des Trios wurde zu zwölf Monaten bei bedingtem Nachlass von zehn Monaten verurteilt. Aufgrund der Anrechnung der Vorhaft kann er in eineinhalb Wochen das Gefängnis verlassen.

   Im Zuge der Verhandlung wurde der Wert des gestohlenen Altmetalls zum Teil nach unten korrigiert. Deshalb wurde der ursprüngliche Vorwurf des schweren gewerbsmäßigen Diebstahls durch Einbruch nur beim 56-Jährigen aufrechterhalten. Seine Mitangeklagten blieben unter der Schadensgrenze von 3.000 Euro.