Erstellt am 28. Januar 2016, 04:48

von Werner Müllner

Minderjährige Flüchtlinge mit Heimat in Kleinhöflein. In Kleinhöflein wurde vom SOS Kinderdorf eine Wohngemeinschaft für 14 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge eröffnet.

Zimmer mit Österreichs Flagge. Norbert Darabos, Mohammad, Firoz, Thomas Steiner und in diesem Fall Vermieterin Regina Petrik (v.l.). Fotos: Werner Müllner  |  NOEN, Werner Müllner
„Ich bin froh und dankbar, dass wir im Burgenland diese neue Einrichtung mit insgesamt 15 neuen Plätzen für Flüchtlinge aus Afghanistan zuwege gebracht haben“, freut sich Soziallandesrat Norbert Darabos (SPÖ) und räumt bei der Eröffnung selbstkritisch ein: „Ich möchte hier heute offen ansprechen, dass im Burgenland die Hälfte der Gemeinden keine Flüchtlinge aufgenommen hat. Da ist noch Luft nach oben.“

Mit der Leistung der Kleinhöfleiner Einrichtung ist Darabos zufrieden: „Ich bin beeindruckt, wie weit die Entwicklung der einzelnen Jugendlichen bereits ist. Vor allem die Deutschkenntnisse können sich sehen lassen“, so Darabos.

Derzeit 255 Flüchtlinge in der Landeshauptstadt

Die Jugendlichen sind im Haus von Regina Petrik untergebracht, die das Gebäude an SOS Kinderdorf vermietet hat. Bei der Eröffnung erklärte sie, dass sie sich sehr freue, dass ihr Haus so wieder belebt wird.

Susanne Maurer-Aldrian von SOS Kinderdorf: „Ich möchte mich bei der Bevölkerung bedanken, die ohne Vorurteile und ohne Konflikte die Jugendlichen in Kleinhöflein aufgenommen hat.“ Und sie meinte augenzwinkernd: „Wird schon noch kommen…“

Bürgermeister Thomas Steiner (ÖVP) erklärte bei dem Fest, dass derzeit 255 Flüchtlinge in Eisenstadt untergebracht sind: „Wir sind schon stolz darauf, dass wir das mit den Hilfsorganisationen und Freiwilligen so gut bewältigt haben.“ Und er sei überzeugt, das sich die Wohngemeinschaft der 15 Burschen gut in die Stadt einfügen wird.



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Zitiert: „Sagen wir einfach Eisenstädter…“

„…sagen wir doch einfach die jungen Eisenstädter, dann brauchen wir in Zukunft nicht so schwer nach einem Namen suchen.“
Susanne Maurer-Aldrian (SOS-Dorf), nachdem der eine oder andere über die korrekte Bezeichnung für die jungen Flüchtlinge gestolpert war.

„Schön, dass die angebliche öffentliche Meinung und Hetzerei nicht immer Recht hat und die Bevölkerung das Projekt akzeptiert.“
Soziallandesrat Norbert Darabos, SP