Erstellt am 10. August 2011, 00:00

Mit Kochlöffel aus dem Gefängnis ausgebüchst. AUSBRUCH / Ihren Küchendienst nützten zwei wegen Eigentumsdelikten inhaftierte Albaner, um aus dem Gefängnis zu fliehen.

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VON DORIS FISCHER

EISENSTADT / Ihren Küchendienst Sonntagvormittag nutzten zwei albanische Gefangene sie saßen in der Justizanstalt Eisenstadt wegen Eigentumsdelikten und Körperverletzung zum Ausbruch. Der Ausbruch dürfte geplant gewesen sein. Sie entkamen durch ein 40 x 40 Zentimeter großes Gitter eines Belüftungsschachtes, berichtet Cornelia Leitner, zuständige Pressesprecherin der Vollzugsanstalt.

Ausbruch dürfte  geplant gewesen sein

Bei der Essensausgabe waren die beiden 39- und 37-Jährigen für kurze Zeit alleine. Diesen Augenblick dürften sie schließlich genutzt haben, um den mit einem dreifachen Gitter gesicherten Schacht zu öffnen. Mit einem Kochlöffel bahnten sie sich ihren Weg. Obwohl die Sicherheitsgitter in der Wand eingemauert waren, stellten sie für die Ausbrecher kein Hindernis dar. Danach schlüpften sie durch das Fenster in die Freiheit. Die Hebelwirkung war so groß, dass sie das mit Schrauben gesicherte Gitter und die eingemauerte doppelte Eisenarmierung aus der Wand rissen, skizziert Leitner den Ausbruch. Eine sofort eingeleitete Alarmfahndung blieb bislang ohne Erfolg. In Zukunft werden Häftlinge keine Minute mehr alleine gelassen. Die Überwachung der Küche wurde verstärkt: Bei der Essensausgabe wird immer ein Beamter anwesend sein, versichert Leitner. Generell werde, so Leitner, die Überwachung verstärkt.

Fensteröffnung wurde  ziemlich verkleinert

Einen Zusammenhang zwischen Großbaustelle und Ausbruch sieht Leitner nicht. Das wäre zu generell, betont die Pressesprecherin. Um Nachahmungstäter abzuhalten, wurde vorerst einmal die Fensteröffnung auf ein Minimum zugemauert. Weiters wurden innen und außen Gitter angebracht.

Die Polizei bittet um die Mithilfe der Bevölkerung. Hinweise werden vom Landespolizeikommando unter der Telefonnummer 059133-10-2222 entgegengenommen. Sollten die Beiden gesehen werden, sollte sofort der Notruf alarmiert werden.