Erstellt am 12. Juni 2015, 06:51

von Nina Sorger

Ein Jahr lang Wildparker. Besitzerin eines verlassenen Autos im Mörbischer Seebad nach einem Jahr gefunden. Gemeinde will Pkw nun verkaufen.

Verwildert. Die Besitzerin dieses Autos verschwand eines Tages und tauchte ein Jahr lang nicht mehr auf. Dennoch konnte die Gemeinde das Fahrzeug nicht beseitigen und so wurde es nach und nach von Spinnweben umhüllt. Foto: Müllner  |  NOEN, Werner Müllner
Mit einem besonders kuriosen Fall von Wildparken hat derzeit die Gemeinde Mörbisch zu tun: Seit einem Jahr parkt – mittlerweile von Spinnweben, dürren Blättern und Baumsamen übersät – ein grünes VW-Gold-Cabrio beim Bad.

Gemeinde konnte Auto nicht einfach entsorgen

„Unseren Mitarbeitern ist das Fahrzeug relativ schnell aufgefallen, und wir haben es der Polizei übergeben“, erinnert sich Bürgermeister Jürgen Marx: „Es handelte sich um das Auto einer Dame aus der Schweiz, die damals zuletzt auf einem Schiff nach Fertörákos gesehen wurde und dann verschwand.“

Auch wenn von der Halterin jede Spur fehlte, konnte die Gemeinde das Auto nicht entsorgen denn formal hatte es ja nach wie vor eine Besitzerin. Erst jetzt konnte diese nach einem Jahr Suche gefunden werden: „Wir erfuhren von der Polizei, dass die Dame in der Schweiz aufgespürt wurde.“

Die Fahrzeughalterin unterschrieb eine Verzichtserklärung, in der sie ihr Fahrzeug der Gemeinde Mörbisch vermachte. Was damit weiter geschehen soll: „Wir wollen das Auto zum Verkauf ausschreiben. Interessenten können sich am Gemeindeamt melden“, so Marx. Allerdings: „Papiere und Schlüssel gibt es nicht, und wir werden da auch keine Arbeit hineinstecken, also gibt es auch reichlich Spinnweben.“