Mörbisch

Erstellt am 07. September 2016, 09:11

von BVZ Redaktion

Entfernung von Wespennest löste Brand aus. Mit einem Bremsenreinigungsspray hatte ein 19-Jähriger versucht, ein Wespennest zu bekämpfen. Der Versuch endete mit einem Dachstuhlbrand und einem Großeinsatz der Feuerwehren.

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Ein Dachstuhlbrand im Haus der Familie Schindler in der Mörbischer Seestraße rief am Samstag rund 160 Feuerwehrmitglieder von insgesamt zehn Wehren mit 31 Fahrzeugen auf den Plan (BVZ.at hatte berichtet, siehe unten):

Dach mit Axt und Motorkettensägen entfernt

Zunächst rückten 27 Mörbischer Feuerwehrmitglieder mit drei Fahrzeugen aus. „Zu diesem Zeitpunkt ahnte noch niemand, dass dies einer der größten und intensivsten Feuerwehreinsätze in der Geschichte der Feuerwehr werden wird“, so Kommandant Christian Jäger.

Auf der gesamten Länge des Dachstuhls trat intensiver Rauch aus. Beim Öffnen der Dachverschalung durch einen Atemschutztrupp traten durch die Luftzufuhr sofort Flammen aus der Öffnung aus.

Rauchentwicklung. Der Dachstuhl stand in Flammen. Die Feuerwehren konnten nur vorsichtig zu dem Brand vordringen. Foto: FF Mörbisch  |  FF Mörbisch

Ein Großteil des Daches wurde unter schwerem Atemschutz und mithilfe von Wärmebildkameras mittels Axt, Brechstangen und Motorkettensägen entfernt.

Zu Spitzenzeiten wurden gleichzeitig vier Atemschutztrupps und sechs C-Strahlrohre eingesetzt. Aufgrund des hohen Bedarfs an Atemschutzflaschen wurde zuerst das Körperschutzfahrzeug der Stadtfeuerwehr Eisenstadt und dann das Tauchdienstfahrzeug der Feuerwehrtaucher Burgenland mit mobiler Atemluftfüllstation nachalarmiert.

Weiters wurde beim Atemschutzsammelplatz ein „medizinischer Checkpoint“ eingerichtet, bei dem die Atemschutzträger nach jedem Einsatz von Feuerwehrarzt Dr. Schriefl untersucht wurden. Kurz vor 20.30 Uhr konnte „Brand aus“ gegeben werden.

Sprühstrahl entzündet, 19-Jähriger angezeigt

Das Landeskriminalamt führte mit Ermittlern des Bundeskriminalamtes eine Brandplatzuntersuchung durch. Das Feuer dürfte bei der Entfernung eines Wespennestes entfacht worden sein.

Ein 19-jähriger Mann versuchte mit Zustimmung der Hausbesitzerin, Wespen, die sich im Dachvorsprung eingenistet hatten, zu vertreiben, und entzündete dazu den Sprühstrahl eines Bremsenreinigungssprays, heißt es von der Polizei.

Durch die Stichflamme der Sprühflasche dürfte sich die Holzkonstruktion entzündet haben. Der 19-Jährige werde nach Abschluss der Erhebungen wegen Verdacht der Fahrlässigen Herbeiführung angezeigt.

Spendenkonto

Das Haus ist nun unbewohnbar. „Spendenkonto Familie Schindler“, Raiffeisenbank Mörbisch –
IBAN: AT923305500000023028