Erstellt am 24. April 2013, 00:00

Molnárs Ablaufdatum. FPÖ-Turbulenzen / Nach seiner Entlassung im FPÖ-Klub sieht Géza Molnár auch im Gemeinderat möglicherweise ein „Ablaufdatum“.

Wechsel. 2006 übergab Norbert Hofer an Géza Molnár. Sollte er im Gemeinderat zurücklegen, könnte ihm Matthias Hahnekamp folgen. Foto: Müllner  |  NOEN, Müllner
Von Werner Müllner

EISENSTADT / Der FPÖ-Landesparteitag, bei dem die Landesspitze desaströs abschnitt und der zur Folge hatte (Seite 3), dass Eisenstadts FPÖ-Gemeinderat Géza Molnár seinen Sessel als FPÖ-Klubdirektor und Landesparteisekretär räumen musste, wird wahrscheinlich auch Folgen für den Eisenstädter Gemeinderat haben.

Géza Molnár: „Es ist erstmal die Frage, wie es bei mir beruflich weitergeht. Ich habe jetzt primär zu schauen, wie ich meine Familie versorge und einen Arbeitsplatz finde. Wenn die Möglichkeit gegeben wäre, dass ich bezirks- und stadtpolitisch weitermache, würde ich das sehr gerne machen, aber es ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen, dass das auch in absehbarer Zeit ein Ablaufdatum hat.“

Aber die Partei steht auf Molnárs Sorgen-Liste nicht an erster Stelle: „Aber das ist nicht die Hauptfrage, die mich beschäftigt. Ich hab drei Kinder und eine schwangere Frau zu Hause, das sind natürlich die primären Sorgen, wie es da weitergeht. Mit der Situation hab ich überhaupt nicht gerechnet. Das sind die Probleme, die nun vordringlich zu behandeln sind.“

Zu einer anderen Partei? Molnár: Niemals!

Für Außenstehende war der interne Zwist der Funktionäre nicht absehbar. Molnár dazu: „Der Ausgang des Parteitages war zumindest im Ausmaß überraschend. Die niedrige Zustimmung für die gesamte Parteispitze legt natürlich nahe, dass sich etwas ändern muss, das ist keine Frage. Man hat sich entschlossen, beim Geschäftsführer und auch im Landtagsklub anzusetzen. Vorwürfe die Substanz haben, hat man mir nicht gemacht. Es hat auch keine Kritik im Landesparteivorstand gegeben. Aber eine Partei muss in solchen Situationen Entscheidungen treffen, das ist nun passiert. Ob diese nun richtig oder falsch waren, das kann man als Betroffener als Allerletzter beurteilen.“ Zu einer anderen Partei – Annäherungsversuche gibt es laut Molnár – würde er niemals wechseln: „Ich bin doch keine Prostituierte!“